Die kleine Sonnenblume

Auf einem großen Feld wuchsen viele Sonnenblumen.

Der Bauer hatte sie alle angebaut,

um im Herbst Sonnenblumenkerne

zu Öl verarbeiten zu können.

 

Unter den vielen, prächtigen Sonnenblumen,

die ihre Köpfe stolz der Sonne entgegenstreckten

und durch die Kraft der Sonnen

jeden Tag größer und schöner wurden,

gab es jedoch eine sehr kleine,

 

unglückliche Sonnenblume. 

Auf den ersten Blick konnte man sie gar nicht sehen,

wenn man die vielen gelb-braunen Blüten betrachtete.

Unsere kleine Sonnenblume wurde nämlich

von den großen Blumen ganz verdeckt.

Sie war nicht so hoch,

wie die anderen

und konnte daher keine Sonnenstrahlen in sich aufnehmen.

Deshalb wuchs sie auch nicht.

Eines Tages, als sie ganz verzweifelt war,

 

bemerkte das eine benachbarte, große Sonnenblume.

Kleine Schwester,

was ist denn mit dir los?"

fragte sie.

„Ich kann nicht wachsen,

weil ich die Sonne nicht sehen

und spüren kann.

Ihr seid alle so groß

und verdeckt die Sonne für mich.

So dringt kein Sonnenstrahl zu mir durch.

Ich glaube,

 

ich werde bald sterben." 

Die große Sonnenblume dachte lange

über den Kummer ihrer kleinen Schwester nach.

Sie besprach sich mit den anderen Blumen

und gemeinsam fassten sie einen Plan.

Sie nahmen auf ihre kleine Schwester Rücksicht,

 krümmten sich etwas auf die Seite,

bogen ihre Blätter in eine andere Richtung

und so konnten plötzlich Sonnenstrahlen

zur kleinen Blume durchdringen.

Diese nahm sie in sich auf

und begann zu wachsen.

Bald war sie so groß und schön,

 

wie ihre Nachbarinnen.

„Danke!" sprach unsere Blume.

„Aber das war doch

selbstverständlich.

Du brauchst uns nicht zu danken,

denn auch wir

bekommen die Sonne geschenkt,"

 

sprachen die anderen Sonnenblumen.

Die kleine Sonnenblume
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